Andrea Sturm

Tote Vögel und andere Kalamitäten

20. März 2010 23:53 - Internes

Manchmal passiert es einfach, dass man sich verrennt. Das passiert paradoxerweise (?) besonders leicht bei Themen, die einem besonders am Herzen liegen, wie bei meinem “Lifestream*”. Denn was nützt es denn, den allereigensten zu haben, wenn man dann halbheimlich neidisch nach den Features der Anderen schielt - und die Content-Frage in den Hintergrund gerät, weil bei jedem Klick die Frage auftaucht, ob diese Inhalts-Variante im Lifestream bereits vorgesehen war - oder doch noch nicht?

Und weil mich in Zeiten wie diesen Content deutlich mehr interessiert als Form (subject to change without notice), stirbt nach kaum 3 Monaten der lahme Vogel “Lifestream”, und das myLüfterl nimmt seinen Platz ein. Diese persönliche Netzbrise wurde als “‘s Lüfterl” geboren, doch der Herr Sufi meinte, dass man auf den Hintergrund doch noch etwas eleganter anspielen könnte. myLüfterl… Ein Gläschen Veltliner auf des Sufis Kreativität!

Möglicherweise habe ich in dieser wie üblich überstürzten Aktion ein paar Verlinkungen falsch liegen lassen… Für Meldungen bin ich dankbar.

Und jetzt zurück ins Content-Department.

Kürzlich las ich eine besserwisserische Sprachlehrer-Tirade, deren Verfasser meinte, den Verfall der Sprachkultur daran ablesen zu können, dass man “Lifestream” statt “Livestream” schreibt. Ich dagegen halte es für einen Verfall der Humorkultur, wenn selbst Sprachwissenschaftler ein pfiffiges Wortspiel nicht mehr erkennen.

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