
Wenn die Nachbarn mal wieder Montagnachtparty spielen, so laut, dass der Schlaf eingeschüchtert flüchtet, ich daraufhin die Fernbedienung rattern lasse, um zumindest die schlimmsten Bässe zu übertönen: Dabei plötzlich auf einen alten Club2 stoße, mit Rudi Dutschke, Daniel Cohn-Bendit, Matthias Walden, (Springer-Journalist) und Kurt Sontheimer (Politologe), das ganze geleitet von Günther Nenning: Dann frage ich mich schon. Ob wir nicht das eine oder andere hätten behalten sollen, von dem, was seither unter den Tisch gefallen ist.
trurl 9.3.2005 19:14 |
Sag ich doch, sag ich doch! Dem ORF konnte nichts Schlimmeres passieren als die Privatisierung der Telemedien. Statt durch die sich wie Bakterien vermehrenden Privatsender eine Diversifizierung der Programminhalte, eine Steigerung der Vielfalt zu bekommen, haben wir einen öden Einheitsbrei geerntet, dessen Inhalt sich nahezu ausschließlich daran orientiert, wie gut man ihn mit möglichst hoch bezahlten Werbeblöcken mixen kann. Siehe (höre, sic) Radio: Brauchbar ist nur, was ohne Werbeeinnahmen leben kann, also Ö1 (lebt von Zwangszahlungen der Radio- und Fernseherbesitzer Österreichs) und Kuriositäten wie Radio Stephansdom (lebt von der Kirchensteuer). Was sagt uns das? Politisch diktiertes Einheitsprogramm hat in Wahrheit erheblich mehr Vielfalt und Gestaltungsfreiheit als eine völlig freie, aber marktabhängige Medienlandschaft (und dass mir da jetzt keiner mit Radio Erewan kommt...). Nein, ich bin kein Kommunist noch nicht einmal Sozialist. |
Joseppe 12.11.2005 03:21 |
Eine Frage! Hat einer von euch diesen Club2 auf Band, dass ich wenn möglich eine Kopie erwerben könnte??? |
Chronistin 14.11.2005 01:12 |
Leider nicht. Irgendwie kann man beim ORF auch mitschnitte bestellen, aber nicht alles und außerdem nicht gerade billig, wenn ich recht informiert bin. |