Andrea Sturm

Ein wunderbares 2012 wünsche ich uns allen!

31. Dezember 2011, 19:11 - Chronistisch

Kaum hält man es für möglich und doch ist es schon wieder so weit. Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und ein neues scharrt in den Startlöchern. Höchste Zeit, einander noch einmal unter Einbezug aller denkbaren Laster zuzuprosten!

Ganz ehrlich: Das, was ich mir für 2011 vorgenommen hatte - mehr Kontakt, mehr Kommunikation, mehr oder weniger schmutzige Lieder bei ein bisschen mehr Kaffee und viel mehr Wein, das hat leider nicht so ganz geklappt. Aber wir sind ja alle hier auf der Welt, um zu lernen - und deshalb nehme ich mir für 2012 gleich noch einmal dasselbe vor - und wenn wir schon dabei sind: Mehr davon!

Wer Lust hat, einen Blick darauf zu werfen, was der Herr Sufi und ich im beinah schon vergangenen Jahr so alles angestellt haben - hier ist die musikalisch untermalte Video-Kurzversion davon. Ganze action-reiche 5 Minuten lang!



(Wer das Video hier nicht sieht, bitte hier klicken.) So viele unerzählte Geschichten, so wenig Zeit! - Und weil ich sie (die Zeit!) nicht anhalten kann, bleibt mir nur mehr zu sagen:
Alles Gute für 2012! Ich hoffe, wir sehen uns (wieder)!
mitreden? (0)

Mystery Pic

20. Dezember 2011, 00:33 - Fotografisch · History-Clip

Mein (alter, aber teilweise durchaus noch präsenter) Screen-Name Chronistin ist heute etwas ins wanken gekommen. Als Teil meiner Feierabends-ToDo-List stand “Altlasten digitalisieren” auf dem Plan, und folgsam nahm ich die nächstbeste Filmtasche voller Negative in die Hand und legte sie auf den Scanner. Zwischen Konzertfotos (demnächst auf dem anderen Kanal) und freundlichen Freizeitlächlern fand sich eine Reihe von Fotos aus einem Lokal, an die ich nicht einmal den Hauch einer Erinnerung habe. Dass jemand anderer damals meine Kamera verwendet haben könnte, ist ausgeschlossen. Über aufklärende Hinweise (welches Lokal könnte das sein?) würde ich mich freuen. Das Aufnahmedatum liegt, der Filmnummer zufolge, ca. zwischen August und Oktober 1990.

[Danke, gelöst & freundlich um Entfernung des Fotos gebeten worden.]

Music was my first love (und Spotify hat uns wiedervereint)

03. Dezember 2011, 01:24 - Musik & Sound

Ich weiß noch genau, wann die Musik in meinem Leben den Stellenwert bekommen hat, den sie heute noch hat. Es war im Internat, als eine Freundin eine Kassette mitgebracht hat, die sie aus dem Auto ihres Vaters mitgenommen hat. Jethro Tull, Aqualung. Ich war die einzige weit und breit, die einen Walkman hatte, noch dazu einen mit zwei Kopfhörerausgängen. Abends, unter der Bettdecke, mit Wasserlunge und Lokomotiv-Atem, wurde Musik zu so viel mehr als einem netten Zeitvertreib: Ich hatte eine völlig neue Welt entdeckt, die mir lange Zeit ziemlich allein gehörte. Schön, wir paar Gleichgesinnte aus dem Mädchenpensionat fanden uns zu heimlichen nächtlichen Listen-Ins zusammen, wenn jemand eine neue Kassette aufgetrieben hatte, wir schwärmten für Chansons und für die damals durchaus noch lebendige Austropop-Szene, für Simon und Garfunkel und fürCat Stevens. (Für ein Autogramm von Rainhard Fendrich hab ich zum einzigen Mal in meiner Schulkarriere einen Vormittag geschwänzt. Auch ich hatte meine peinlichen Momente)

Aber dass noch andere die Kraft der Musik so unmittelbar spürten wie ich, erfuhr ich erst nach der Matura. Als der Musikgeschmack potentieller Freunde viel wichtiger war als ihre sonstigen Ansichten und Besitztümer. Als wir einen Plan erstellten, wer zu den wenigen Sendungen, die damals in Österreich Neues zu Gehör brachten, “Aufnahmedienst” hatte, damit wir uns ein paar Tage später alle um die Stereoanlage versammeln und interessantes hören und besprechen konnten. Die hektisch wirkenden Kassettenzusammenschnitte aus den wenigen Radiosendern, die das Horchen wert waren, mit Knacks und Moderatorgequatsche, hatten ihr eigenes Flair.

Mit der Zeit wurde es leichter. Ich fand Freunde, die selbst Musiker waren, und solche, die Interessantes begeistert und akribisch dokumentierten. Manche hatten Zeitschriften aus dem Ausland abonniert, aus denen man lesen konnte, was man bei uns im Radio nicht hören konnte. Manche ließen sich gar auf das Abenteuer ein, per Mailorder Platten zu bestellen, die lokal nicht zu kaufen waren - was Wochen und mitunter Monate dauerte und nicht zuletzt dank der Postgebühren ein verdammt teures Hobby war.

Dann kam das Internet, und damit eine ganz neue Ebene internationaler Vernetztheit. Ganz am Anfang, da war ich unter Menschen, die sofort die Idee hatten, das auch musikalisch zu nutzen, aber bei Übertragungsgeschwindigkeiten von 1200 oder 2400 Baud und den damaligen Telefongebühren wurde nicht wirklich was draus. Aber immerhin, man hatte Informationen!

Später kam MTV (anfangs wirklich eine Eröffnung!). Dann kam FM4. Dann kam der deutsche Rolling Stone mit seinen CDs. (Die Reihenfolge mag anders gewesen sein, aber in der genannten Reihenfolge kam es bei mir an.) Und allmählich kamen Internetverbindungen, mit denen man auch mehr als Text übertragen konnte. Die späten 90er und frühern Nuller-Jahre waren musikalisch das Paradies, von dem ich niemals zu träumen gewagt hätte, als ich im Internat unter der Decke steckte und meine treueste Leidenschaft entdeckte.

Aber das Paradies nutzte sich schnell ab. Die Songs auf den Rolling-Stone-“New Noises” Längst viel zu willkürlich. FM4? Ein großartiger Sender nach wie vor, aber etwas zu divers, um ihn durchzuhören - und die Sendungen, die etwas hergeben, verpasse ich meistens. MTV und Konsorten? Aus meiner Sicht längst mausetot. Bisherige Versuche von Online-Sharing und/oder Streaming-Diensten: Sometimes close, but no banana.

Wirklich. Ich hab’s mit last.fm probiert, mit blip.fm, mit iTunes, mit Simfy und mit grooveshark. Und mit Youtube sowieso schon lang. Alles gute Ideen, alle mit interessanten Ansätzen. Aber irgendwie furchtbar unvollständig im Katalog und/oder mühsam bedienbar. Krücken, alles nur Krücken, die in mir langfristig nichts anderes auslösten als den Wunsch, doch endlich die Zeit zu finden, meine gut verstauten CD/MC/Plattenkisten zu digitalisieren. Und natürlich ist so ungefähr jeder Track, der es jemals auf irgendeine Form von Tonträger geschafft hat, auch irgendwo downloadbar (Ausnahmen ausgenommen), aber es ist oft eine mühsame Suche. Und immer wieder auch die Frage: Was ist legal und was nicht? (Auch jenseits der reinen Strafbarkeit für jemand, der selbst Musik macht, nicht ganz unwesentlich. Man will ja keine Kollegen schädigen. Andererseits, will man den Major-Labels und der AKM und Konsorten wirklich Geld in den Rachen werfen, vor allem dort, wo die beteiligten Künstler eh längst tot sind?)

Irgendwie und irgendwann habe ich dabei weitgehend aufgehört, Musik zu hören. OK, ab und zu das Radio, ab und zu unterwegs eine neue Platte eines längst bekannten Künstlers, ab und zu nach 2 oder 3 Bier das Bedürfnis, allen anderen Anwesenden die Lieblingssongs von vor zehn Jahren um die Ohren zu hauen. Aber allein, daheim? Kaum. Und mir ist nicht einmal aufgefallen, wie sehr mir das abgegangen ist.

Als mein Vater vor einem Dreivierteljahr zu Spotify einlud und ich die Einladung nicht annehmen konnte - “in deinem Land nicht verfügbar” - dachte ich mir auch nicht viel dabei. OK, ein weiterer Streaming-Dienst, been there, done that. Und überhaupt, streamen? Musik, gute Musik, muss man haben. Besitzen. Auch wenn man sie Jahrzehntelang nicht hört, das ist eine Frage des Prinzips!

Und dann, vor 14 Tagen, Auftritt Spotify in Österreich. Es war mitten in meinem 4. Nanowrimo-Abenteuer, und in dem Moment brauchte ich vor allem eine Lärmquelle, die second thoughts zuverlässig ertränken konnte. Spotify konnte. So nebenbei nahm ich zur Kenntnis, dass das Spotify-Radio recht verlässlich meinen Geschmack entschlüsselte - sei es anhand der angeklickten Musikrichtungen, oder ob das Ding vielleicht auch die eingelesenen Tracks aus der lokalen Sammlung analysiert? Keine Ahnung. Jedenfalls war ich, erstmals überhaupt, durchaus einverstanden mit dem Mix, der mir da serviert wurde, ohne dass ich ihn selbst zusammengestellt hätte. Ich habe viel Musik gehört, die ich nicht kannte, die aber mit ganz seltenen Ausnahmen durchaus in mein musikalisches Beuteschema passte.

Als Nano dann vorbei war, habe ich mir die Sache genauer angeschaut. Da sind zum einen die Playlists, die man, im Gegensatz zu anderen Services, durchaus auch mit lokalen Dateien bestücken kann (solange kein DRM drauf ist). Ich habe gleich alle iTunes-Playlists übertragen, und dann habe ich noch ein paar alte und ältere nachgebaut, die ich in iTunes mit der einen oder anderen Neuinstallation längst verloren hatte. Auch wenn längst nicht alle Tracks der Welt in Spotify verfügbar sind - ich war höchst beeindruckt davon, wie viele man dann doch findet. Auch lokale, exotische, uralte. Und wenn sich etwas wirklich nicht finden lässt, wie gesagt, auch lokale Dateien kann man einbinden - und für andere Geräte verfügbar machen, vorausgesetzt, man verwendet Spotify Premium. Aber dazu komme ich noch.

Was mir noch aufgefallen ist, ist die hervorragende Soundqualität. Ich hab auch das, aus Zeitgründen, noch nicht technisch analysiert und kann nur hoffen, dass die beim Streamen übertragenen Datenmengen nicht das Fair-Use-Prinzip von UPC sprengen. Tatsache ist - der direkte Vergleich eines Songs aus meiner lokalen Library und des Spotify-Pendants ergeben einen deutlichen Klangvorteil für Spotify. Und das, obwohl ich darauf achte, mit der höchstmöglichen Qualität zu digitalisieren, 256kbit sind als Standard eingestellt. Ich hab immer behauptet, ich hör keinen Unterschied zur CD. Hah!

Ehrlichgesagt, ich habe in den letzten 14 Tagen zu Hause mehr Musik gehört, als in den letzten 5 Jahren zusammengenommen. Und ich habe eine neue Vision. Ich schaue nach oben und sehe ein riesiges, virtuelles Plattenregal, das auf Mausklick das ausspuckt, was ich grade hören will. Und in 8-9 von 10 Fällen klappt das auch. It’s music lover’s heaven. Wenn die Andrea aus 1985 das sehen könnte, ich fürchte fast, sie würde weinen vor Glück. Warum ich noch vor einem Monat glühende Reden für den physischen Besitz von Musik(Dateien) geschwungen habe, kann ich mir mittlerweile selbst nicht mehr erklären.

Natürlich hat auch Spotify Nachteile. Der größte ist wohl die hierzulands verpflichtende Bindung an einen Facebook-Account. Ich habe wenig Lust, meine Musik-Begeisterung, die viel älter ist als Facebook, genaugenommen sogar einige Jahre älter als das Internet, an einem Facebook-Konto aufzuhängen - vor allem, weil ich mein Facebook-Konto alle paar Wochen aus diversen Gründen eh am liebsten kündigen würde. Andererseits, ich hab’s noch nie gekündigt. Und auch wenn -  eine Email-Adresse und ein Name reicht für eine Facebook-Anmeldung, mehr muss niemand hergeben.

Ein anderer Nachteil ist die Voraussetzung des Premium-Accounts (€ 9,90/Monat) zur uneingeschränkten Verwendung, u.a. auf Mobilgeräten. Bei aller Liebe, das fühlt sich ein bisschen viel an. Aber (sehnsüchtiger Blick nach oben in die nahezu unendliche Musikwolke): Früher, als ich noch viel Musik gehört habe, habe ich locker 4-5 CDs im Monat gekauft. Im Vergleich dazu fallen die 9,90 kaum ins Gewicht, oder? Ganz sicher bin ich noch nicht, aber ich bezweifle, dass ich nach dem Testmonat, den ich gestern aktiviert habe, um mein Android-Handy in das neue Musik-Glück einzubinden, auf all das verzichten möchte.

Aber dann ist da natürlich der größte Nachteil von allen. Was ist, wenn morgen Facebook zusperrt? Spotify eingeht? Das Internet zusammenbricht?

Ganz ehrlich? - Dann hab ich immer noch meine Kisten mit CDs und MCs und Vinyl im Keller, und werde damit leben. Aber bis dahin, lasst’s mich bitte in Ruh. Ich muss jetzt ganz dringend noch ein paar hundert Playlists basteln.

2 x mitgeredet

Nanowrimo 2011

01. Dezember 2011, 20:32 - Geschreibsel

Nach meiner vierten Runde Nanowrimo bin ich etwas erschöpft, furchtbar unzufrieden mit der Story, aber zufrieden damit, es durchgezogen zu haben.

Winner!

Im Rückblick auf vier Jahre Nano habe ich festgestellt, dass es vier sehr verschiedene Erfahrungen waren. “Been there, done that” gilt also nicht, es kann und wird vermutlich ein nächstes Jahr geben - wer weiß, was ich dann wieder über mich und das Schreiben lerne.

2008 war ich Nano-Neuling, hochmotiviert und bestens vorbereitet. Ich habe meinen täglichen Wordcount eingehalten und akribisch meine Fortschritte notiert. Herausgekommen ist eine Story, von der ich dachte - oder eigentlich immer noch denke - dass sie mit ein bisschen Zuwendung druckfähig und lesenswert ist. (Ich müsst es halt nur machen.)

2009 hatte ich eine neue Geschichte im Kopf, aber als ich meine Finger auf die Tastatur legte, drängten sich die Figuren aus dem Vorjahr in den Vordergrund. Die Geschichte war zwar rund, aber meine Charaktere vom letzten Mal waren noch nicht miteinander fertig. Ich ließ es zu, und es war ein Sequel, das man - mit etwas Arbeit - mit der 2008er-Geschichte verweben und diese noch lesenswerter machen könnte. (Ich müsst es halt nur machen.)

2010 hatte ich eine vage Idee im Kopf, die sich schon in der ersten Session als unhaltbar erwies. Entmutigt und von dummen RL-Problemen abgelenkt, gab ich schon vor Ablauf der ersten Woche auf.

2011 hatte ich den verwegenen Plan, in mein Unterbewusstsein zu tauchen und eine beinharte Abrechnung mit meinem bisherigen Leben zu verfassen. Allein, mein Unterbewusstsein sträubte sich. Statt tiefer Gefühle und Einsichten zauberte es sprechende Katzen, timewarpende Räume und eine Vielzahl an bunten Alternativ-Universen hervor. Das war ein bisschen frustrierend, und ich war mehr als einmal daran, den unliterarischen Unsinn hinzuwerfen. Es gab Tage, an denen ich gar nichts schrieb, Tage, an denen ich schrieb, aber keinen Worcount eingetragen habe, weil ich alles einfach nur unerträglich schlecht fand, und Tage, an denen ich mich an den Computer prügelte, um 2-3tausend Wörter aufzuholen, die ich aus Frustration am Vortag wieder gelöscht hatte. Weil ein zweites Mal “verlieren” wollte ich nicht. Am Schluss stand ein dreitägiger Schreibmarathon, 17.000 Wörter. Da bleibt keine Zeit zum Denken oder gar Rechtschreiben. Am Schluss hatte ich Hemmungen, das Ding zu validieren - weil einfach völlig klar war, dass das Resultat durch und durch Scheiße ist. Aber auf den zweiten Blick: Eine gute Geschichte wird ja bei Nano nicht verlangt. Es genügt eine Geschichte, mit Anfang, Mitte und Schluss, in mindestens 50.000 Wörtern. Und das habe ich auch “vollbracht”. Lesenswert oder gar literarisch wertvoll muss es nicht sein.

Daher wird von meiner heurigen Geschichte “Dark Days” nichts weiter öffentlich werden als dieses hübsche Wordle-Doodle. Und ich bin trotzdem zufrieden. Und das ist auch gut so.

“Dunkle Tage”

02. November 2011, 22:24 - Chronistisch · Geschreibsel

Muss schon sagen, Nanowrimo lässt sich etwas zäh an, dieses Jahr.

Nanowrimo2011 - Tag2

Nachdem ich die geplante Story im letzten Moment verworfen habe, hat mein Stream of Consciousness mir eine sprechende Katze, eine saufende Ex-Rocksängerin und einen kiffenden Physiker beschert, die alle miteinander tote Menschen sehen (na gut: Einen toten Menschen), muss ich wohl entweder komplett in Richtung Science Fiction abdrehen, oder eine Drogenorgie draus machen. Hm. Oder fang ich noch mal ganz von vorne an?

(Warum das Kommentieren in diesem Eintrag nicht möglich ist, ist mir selbst unklar. Schau ich mir morgen an.)

Am Zentralfriedhof ist Stimmung…

01. November 2011, 23:19 - Wien · Tageblogging

Der erste November ist ein Tag voller Symbole und Traditionen und als solcher einer, den ich am liebsten ignoriere. Aber aus irgendeinem Grund habe ich mir dieses Jahr in den Kopf gesetzt, den Zentralfriedhof zu besuchen um dort ein paar Fotos zu machen, und prompt fand sich auch jemand, der genau solche Fotos brauchen konnte, also: Kneifen war nicht drin. Ich rollte also am frühen Nachmittag, obwohl ich mich zu diesem nebelig-trüben Zeitpunkt lieber mit einem Buch auf meine trockene Couch zurückgezogen hätte, entschlossen Richtung 11. Bezirk, im 6er (natürlich hätte ich mit der U-Bahn deutlich schneller ums Eck fahren können, aber wenn schon Exkursion, dann bitte auch durch unbekanntes Gelände).

Im Vergleich zu den Zwangs-Besuchen meiner Kindheit (die allerdings alle auf Grazer Friedhöfen stattfanden) zeigten die Buden am Eingang zum Zentralfriedhof deutlich weniger Naschwerk, Nippes und Blumen, dafür reichlich Kränze und Saufzeug (Glühwein und Bier). Maroni gab es aber nach wie vor.

Zentralfriedhof

Drinnen war es ganz tröstlich trostlos, trotz all der vielen Menschen rundherum. Blumenbringer und Kerzerl-Anzünder waren in der Minderzahl, Feiertags-Spaziergänger und Familienausflügler hatten deutlich die Oberhand. Ich irrte durch die Reihen und fotografierte wie geplant einsame und kerzengeschmückte Gräber, las mit Staunen so manche Grabinschrift (Ob ein goldglänzendes “Auf Wiedersehen” ein freundliches Versprechen oder doch eher eine gefährliche Drohung darstellt, hängt wohl stark davon ab, wer da unten liegt).

Nach der fotografischen Pflicht mäanderte ich noch freiwillig durch die Ehrengräber. Schubert, Johann Strauß, und Beethoven durften sich auch nach vielen Jahren irdischer Abwesenheit an zahlreichen Kerzen und Blümchen erfreuen, von Blitzlichtgewittern und strahlenden Japaner_innen ganz zu schweigen. (Heimische Besucher gingen das dagegen teils recht pragmatisch an: “OK, Beethoven, Schubert, Brahms, 2x Strauß - fehlt uns noch wer?”)

Vor der Wucht des Hrdlickaschen Monuments verblassten Blümchen beinah chancenlos, und auch die Kerzen auf der anderen Seite hatten kaum Erhellendes beizutragen.

Sehr schlicht und beinah ungeschmückt das Grab von Hansi Dujmic. Mir war fast danach, ein Kerzerl hinzustellen, aber es gab nur noch solche mit Jesus und Kreuzerl. Das hätte ja nun gar nicht gepasst.

Nicht gewusst habe ich übrigens, dass auch der unnachahmliche Waluliso sehr malerisch und prominent bestattet ist.

Optisch höchst wertvoll fand ich auch das Grabmal von Emmerich Kálmán - Dunkelrote Rosen vor weißer Dame vor schwarzem Marmor - das hat was.

Die Politik ließ ich weitgehend unfotografiert liegen. Auffällig war mir nur der Kontrast zwischen zwei wirklich starken Frauen - der üppige Blumen-Schmuck für Rosa Jochmann gegenüber der rührenden Schlichtheit von Johanna Dohnals Grab, das auch eineinhalb Jahre nach ihrem Tod nur eine einfache Holztafel ziert.

Während es langsam dunkel wurde, spazierte ich durch den “Waldfriedhof” auf ländlich anmutenden Wegen, auf denen außer mir keiner mehr war. Abseits der zentralfriedhöflichen Hauptstraßen ist man offenbar auch an Allerheiligen schnell allein und darf dann philosophieren, was wohl passieren möcht’, tät’ man die Sperrstund versäumen. Ich versäumte aber nicht, sondern fand den Weg zurück in die Gräber-Zivilisation und schaute noch bei Falco vorbei, dem mit Abstand am meisten besuchten und kerzerl-geschmückten Grab weit und breit (auf den Extra-Tisch für die Kerzen hatte jemand ein Bild von Ronnie James Dio gelegt, das wirkte ganz seltsam jenseits und doch irgendwie schlüssig).

Danach, in Abwesenheit der traditionellen Allerheiligen-Spezialität meiner Kindheit (Türkischer Honig) noch die ersten Maroni des Jahres gekostet. Geschmack und Konsistenz ließen auf Vorjahresernte schließen, aber das Glück der Marktstandler bei solchen “Events” ist halt, dass sich im nächsten Jahr eh keiner daran erinnert, wie’s heuer geschmeckt hat.

Und schließlich mit dem 69a heimwärts gegondelt (den kannte ich bislang auch noch nicht).

2 x mitgeredet

Der letzte Sommertag des Jahres

06. Oktober 2011, 19:26 - Chronistisch · Tageblogging

Gestern erst weit nach Mitternacht ins Bett, gerade noch die traurige Nachricht von Steve Jobs Tod mitgekriegt. Im ersten Augenblick an einen dummen Scherz gedacht, wegen der iPhone4S-Geschichte, aber es war schon auf allen Portalen. Es wird viel gestorben, dieses Jahr, dachte ich auf dem Weg ins Bett, wieder einmal, wie schon zu oft. Zu oft in diesem Jahr.

Too Many, Too Sad

Ich schlief schlecht ein, nicht wegen der Nachricht, sondern weil ich im Kopf noch meine monströse ToDo-List für den Morgen wälzte, die sich auch mit hoher Disziplin und viel Glück nur schwer ausgehen konnte. Dazu unbezahlte Rechnungen und überfällige Entscheidungen und nicht erledigte Telefonate, was man halt so denkt, wenn man eigentlich schlafen will. Aber irgendwann schläft man doch.

Der Wecker, dem meine temporäre Schlaflosigkeit egal ist, klingelt gnadenlos um 8. Ein seltsamer Traum mit überlaufenden Waschbecken und großelterlichem Elend, aufgelockert durch eine sonnige Fährenfahrt und einen anstrengslosem Körperflug entkommt mir im Detail, bevor ich ihn protokollieren kann. Die integrierte Wetterstation zeigt bereits um diese Zeit 27 Grad. Na gut, vormittags liegt der Außenfühler in der Sonne, aber trotzdem stark - für Anfang Oktober. Ich mache Kaffee und dann das Fenster auf und denke, während der Computer hochfährt, dass es vielleicht das letzte Mal in diesem Jahr ist, dass ich ärmel- und sockenlos unbeschwert das Fenster offen stehen lassen kann. Wenn der Wetterbericht stimmt. Er dürfte stimmen. Natürlich darf man sich nicht beschweren, denke ich, während ich mich mit Kaffee zum Schreibtisch setze, wenn es Anfang Oktober dann wirklich mal weniger als 20 Grad hat, aber andererseits, der Sommer war ja nicht so richtig, dieses Jahr, da kann doch wenigstens der Herbst… und innerlich beschwere ich mich doch, bitterlich, bis die Routine meine Gedanken in ihre Umlaufbahn zieht und nach einer stark abgekürzten Runde durch News und Netzwerke nur noch Arbeit auf dem Plan steht.

Der erste wesentliche Punkt ist mittags endlich erledigt, und kurz überlege ich, den Rest der Liste sein zu lassen und doch noch einmal zumindest die Zehen ins Wasser zu halten, warum nicht, WTF, das Leben ist kurz und ab einem gewissen Alter bereut man nur noch, was man nicht gemacht hat. Aber so etwas denkt man ja immer nur und tut es dann nicht, ich zumindest. Stattdessen eine Runde hier in der Gegend gedreht, ein bisschen Bewegung, ein bisschen Sonne, ein paar Fotos. Bei Annäherung eines für Stadt-Verhältnisse viel zu schnellen Jaguars an den Zebrastreifen, den ich gerade überqueren wollte, lächelnd betont langsamer gegangen, damit er extra bremsen muss. Erst ein paar Straßen später daran gedacht, dass er ja auch nicht hätte bremsen können. In gewissem Sinn ein Fortschritt, die Abfolge dieser Gedanken, für mich.

Dann noch ein halbes Stündchen im Park gelesen, die Sonne superwarm auf meiner Haut. Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich bald in den Schatten gegangen.

Bilder, nicht fotografierte:
Die Frau, die im schäbigen Gastgarten der schlimmsten Säuferhütte des Bezirks in makellosem Business-Kostüm das Zeit-Magazin las, ein Glas Rose auf dem Tisch (vielleicht wars auch Schilcher), in dem die Sonnenreflexe tanzten.
Der riesige Hund, der ausgerechnet auf dem Zebrastreifen kacken musste; es dauerte, die Ampel wurde rot, die Gegenrichtung grün, der Hundehalter verzweifelt, erstaunlicherweise beschwerte sich kein Autofahrer, nur leises Lächeln allseits, bis das Geschäft erledigt war.
Die Tafel “Sturm’Zeit is’s” vor einem Lokal und mein Gedanke, dass eine Zeit mit solchen Apostrophen unmöglich die meine sein könnte.
Der alte Mann mit dem amputierten Bein, der jammer-bettelnd auf dem Gehsteig saß, aber wütend ausspuckte, als ihm eine Frau ein paar Kupfermünzen in den Hut warf.
Der junge Mann auf der Parkbank neben mir, der ein langes Telefongespräch führte und dabei seinen Körper mehr und mehr in sich selbst verknotete, während seine Seite der Konversation nur aus “Na”, “Na geh”, “Na wirklich ned” und “Na geh bitte” bestand.

Dann brav zurück nach Hause zur Arbeit getrottet, immer noch warm, immer noch bei offenem Fenster. Noch schnell Wäsche gewaschen, die ab morgen ja wieder länger zum Trocknen brauchen wird, also wenn es stimmt, dass der Sommer jetzt vorbei ist, aber - es wird wohl stimmen. Brav weitergearbeitet, bis es Abend wird.

Statt des 3-Mobilfernsehens, das seit dem Relaunch mehr zickt als läuft, dank des Herrn Sufis Einkaufslust The Lost Notebooks of Hank Williams aufgelegt und ein bisschen in Bildern und Netzen gestöbert. In all ihrer Old-fashioned-Country-lastigkeit passt die uber-schmalzige Musik fast schon zu gut in die Nacht. Highlights fürs erste: Bob Dylan, Sheryl Crow (erwartungsmäß), Norah Jones (nicht erwartungsgemäß).

Dann noch diverse Nachrichten nach-geschaut, alles Wesentliche ohnehin schon mitgekriegt. Die schwedischen Nachrichten, die machen übrigens mit 13 Minuten Literaturnobelpreis auf und alles andere kommt erst danach. Bin auf gerührte Weise begeistert. Den Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer gegoogelt und für sympathisch befunden. Dazu noch der nerdig-schönste Tweet des Tages (vielleicht sogar aller Zeiten):

Jetzt noch unter die Dusche und die Haare bei offenem Fenster lufttrocknen, - weil ich es kann. Vielleicht schlafe ich aus demselben Grund heute bei offenem Fenster. (Aber dann morgen wieder diese Baustelle, diese verdammte ewige Baustelle).

Aufgeweckt

01. Oktober 2011, 11:16 - Geschreibsel · Dialoge

Beim Hofer. Ein Vater mit Kind im Volksschulalter beschließt, den Wochenend-Einkauf gleich pädagogisch zu nützen.

Vater: Schau, da gibt es zwei Tafeln Schokolade, eine große und eine kleine. Die große hat 150 Gramm und kostet 1,89. Die kleine hat hundert Gramm und kostet 1,29.
Kind: tänzelt gelangeilt herum
Vater: Also, wenn wir jetzt wissen wollen, welche wirklich billiger ist… (überlegt sichtlich, wie er den komplizierten Sachverhalt ans Kind bringt) ...also dann müssen wir uns zuerst ausrechnen, was ein Kilo von der Schokolade kostet.
Kind: tänzelt noch immer
Vater: Also, wenn 150 Gramm 1,89 Euro kosten, dann kostet ein Kilo, also, da müssen wir zuerst… tiefe Falten zeichnen sich auf seiner Stirn ab, vermutlich wünscht er, er hätte nie mit dem Thema angefangen ...also, ein Kilo von der Schokolade, das sind…
Kind: Ein Kilo kostet 12,60.
Vater, verblüfft: Aha, wie hast du das gerechnet?
Kind, gelangweilt: Das steht auf dem Schild, Papa.

Ich hab meine Sachen hier erledigt…

21. September 2011, 22:50 - Unterwegs

Naja, vielleicht nicht alle, und vielleicht nicht ganz, aber das hält mich nicht davon ab, fröhlich mitzusingen jodeln

-gröhlen:

Nun mag sich ja der eine oder die andere wundern, hab ich doch bislang jeden Gedanken an eine Venedig-Reise immer verweigert (“In diesem Leben? Nicht mit mir!”), aber es gibt so Dinge, mit denen kann man mich überall hin locken. Flugzeuge zum Beispiel. Also in Venedig Urlaub machen, würd ich ja wirklich nie, aber das da hat mich gleich überzeugt.

Die Wettervorhersage ist hervorragend, der Koffer ist gepackt. Wenn dieses 3likeHome tatsächlich so tut, wie es soll, bin ich auch durchgehend voll handlungsfähig. Aber gleich neben unserem Quartier liegt ein Internetcafe. (So oder so hat sich einiges getan, seit ich 1999 meine erste Email über Psion/Nokia/Infrarot/TelefonModemRoaming versendet habe.)

Und bis morgen früh werd ich mich jetzt verzweifelt schlaflos im Bett wälzen und mich fragen, was ich vergessen habe einzupacken - denn dass ein Gepäckstück butterweich, ohne Flüche und ohne drauf-Herumhüpfen zugegangen ist, das hab ich bisher wirklich noch nie geschafft.

Heiße Tage, eisgekühlt

25. August 2011, 00:08 - Chronistisch · Wien · Still leben im Grätzl

Just my luck, dass ich mir reichlich Arbeit und Termine gerade auf die eine und wahrscheinlich einzige Sommerwoche des Jahres gelegt habe, die diesen Namen verdient. Natürlich ist auch ein heißer Tag vor dem Computer besser als kein heißer Tag, aber noch besser wäre natürlich Flanieren. Spazieren. Baden. Verdammt, warum bin ich eigentlich so pflichtbewusst?

Immerhin erlaubte mir der lädierte Herr Sufi nach einigem guten Zureden, seine schwindenden Vorräte aufzufüllen. Ein paar Wochen hätte er zwar noch locker überlebt, ohne das Haus zu verlassen, meinte er, aber ein frisches Brot und ein paar Äpfel - das hätte schon was.

Ich konnte also im vollen Bewusstsein meiner wichtigen Mission den Schreibtisch verlassen und in die wunderbare Sommersonnenluft treten. Ich weiß, dass mich da kaum einer versteht, aber in eine sengende Sonne zu schauen und bei über 30 Grad im Schatten durch die Stadt zu mäandern, das gehört zu den wunderbarsten Dingen, die ich kenne. Auch wenn ein Einkauf für den Herrn Sufi nicht unbedingt der einfachste ist - der schreibt nämlich nicht “Äpfel” auf den Einkaufszettel, sondern “Cox Orange aus Neuseeland”. Und nicht etwa “Brot”, sondern “1/2 Kärntner Brot vom Spar”. Und nicht etwa “Käse”, oder vielleicht “Ziegenkäse”, sondern… ach, ihr wisst schon, was ich meine. Aber diese wunderbare Hitze, die andere zum Anlass für bittere Beschwerden nehmen, versöhnt mich mit der komplizierten Expedition, denn immerhin bin ich… draußen. Und die herrschenden Temperaturen haben ja noch andere Vorteile. Zum Beispiel das grandiose Gefühl einer kalten Dusche, wenn man dann wieder heim kommt. Ein Körpergefühl, das ich von Jahr zu Jahr vergesse und neu entdecke, wenn es richtig warm wird.

Jolly

Oder eben auch… Eis essen! Als bekennender Fan von Wasser-Eis (noch ein Grund für den Sufi, mir Fress-Banausentum vorzuwerfen) ist mein Sommer-Hit seit fast 40 Jahren ungeschlagen: Der Jolly, von Eskimo. - Natürlich, es gibt hervorragende Eissalons in Wien. Ich denk da nicht so sehr an den berühmten Tichy, dessen Produkte mir meistens zu süß und zu lieblich sind, aber: Bortolotti! Zanoni am Gürtel! Oder, wenn es etwas weniger bekannt aber dafür näher bei mir sein soll, auch der Giardino auf der Wiedener Hauptstraße, von dessen Fruchtgeschmäckern sich die großen Namen durchaus noch ein Pfirsich-Scheibchen abschneiden könnten.

Aber das alles ist Eis zum Genießen, gerne zu Hause, gerne zum Nachtisch. Nicht bei 55 Grad in der Sonne und unterwegs, wenn Durst und Hungergefühl zusammentreffen - da gibt’s eben nur einen, und das ist der Jolly. (wär ich nur halbwegs so geschäftstüchtig wie wortgewaltig, dann hätt’ ich mir zumindest einen Karton sponsorn lassen für diesen Eintrag - verdammt!). Kürzlich wollte ich bei einem kleinen Geschäft meiner sommerlichen Leidenschaft frönen, doch das Objekt der Begierde war ausverkauft. “Nehmen’s halt einen Twinnie”, empfahl der Banause an der Kassa. Ja Himmel, wie soll denn Birne und Orange jemals Ananas und Himbeer ersetzen können?

Es gibt natürlich auch nur einen Weg, den Jolly zu essen. Erst knabbert man vorsichtig die wunderbar kalte Fettschokolade ab, dann beißt und lutscht man sich durch die Ananas-Schicht, bis der Idealzustand erreicht ist. Der Idealzustand eines Jolly ist nämlich, wenn Ananas und Himbeer gleichzeitig in den Mund passen. Dummerweise ist dann die Halbwertszeit auch schon erreicht - ab da muss man nämlich schnell sein, damit der köstliche Rest nicht sinnlos auf den Boden tropft.

Anyway. Die kurze, aber inhaltlich anspruchsvolle Einkaufsliste des Herrn Sufi gab mir also Gelegenheit, die Hitzestadt und meinen Sommertags-Jolly ohne schlechtes Zeit-Gewissen zu genießen. Die Stadt gab sich nebstbei größte Mühe, mir zu gefallen - extra für mich führte man am Siebenbrunnenplatz halb-absurde Theaterstücke auf, extra trocken kommunizierte ein klassischer Wiener Strizzi-Typ im Kaffeehausgarten mit der schwitzenden Polizei. Na gut, vielleicht nicht extra für mich, aber es passte. Die Blumen dufteten aus der Blumenhandlung, die Schnitzel aus dem Gasthaus, und die Kids rauschten auf Skateboards und Fahrrädern vorbei. Im Grunde ein perfekter Sommertag.

Und doch… und doch nur fast.

Denn es ist halt doch schon fast Ende August. Und so ein Tag im Juni, der wär’ außer sich selbst auch noch ein Versprechen, dass noch ganz viele davon kommen. In diesem Sommer. In dieser Stadt. Aber so ein Tag Ende August, der birgt die Drohung, dass er der letzte ist - für lange Zeit.

Schnell weg mit dem Gedanken. Noch ist es warm. Die Fenster offen, Grillengezirp. Nebenan die Nachbarn streiten lallend über Familiengeschichten. Das ist der eine Punkt des Sommers, auf den ich auch verzichten könnt’. Vielleicht.