Andrea Sturm

TechLife

Vorsicht, Kamera

10. September 2002, 08:54 - TechLife

Vielleicht sind die Stromschläge aus der DC5000 ja gar kein Bug, sondern ein Feature? Damit man, wie in analogen Zeiten, ein bisschen nachdenkt vor dem Abdrücken? Sich Zeit nimmt, das Motiv erst mal ins rechte Licht zu rücken?



Solche Gedanken kommen wohl davon, wenn man zum ersten Mal seit Jahren eine voll analoge Kamera in der Hand hatte (ohne neumodischen Schnickschanck wie Belichtungsautomatik, ha!) und… recht brauchbare Fotos damit zustande gebracht hat. Keine Sensationen - dafür fehlts nach Jahren der Digitalknipserei an Schau-Übung - aber doch, brauchbar.



Seltsam nur, am Ende eines Tages mit 3 Filmrollen dazustehen & nicht zu wissen, ob überhaupt irgendetwas davon, naja, den Ansprüchen entspricht, und erst 2 Tage später die Resultate in die Hand zu kriegen. War das früher wirklich immer so?

Die halbe Nacht um die Ohren geschlagen

28. August 2002, 09:22 - TechLife · Spielerei

Habe ich mir mit der angeblich meditativen Tätigkeit “Fische füttern”. Hm. Gefunden beim Yoog in der Coffebreak-Leiste.

Bedenklich…

29. Mai 2002, 10:16 - Chronistisch · TechLife

Bedenklich ist, wenn man den Bedarf nach einem neuen Computer daran erkennt, dass es einfach zu mühsam ist, aufzustehen, eine CD rauszusuchen, sie in den CD-Player zu legen und die Anlage aufzudrehen. Ja. Auf meinem “Restgerät”, das von allen kaputtgegangenen (nein, ich schreib das zusammen) Teilen befreit ist, mit 4GB Festplatte, habe ich natürlich kein 3,5GB großes MP3-Archiv, an das ich mich in letzter Zeit so richtig gewöhnt hatte. Aber das ist kein Grund. Wo ich doch zur Zeit sonst nichts mache, das den Bedarf nach einem stärkeren Gerät rechtfertigt.



Ich meine, ich könnte natürlich ganz andere Dinge tun mit einem ordentlichen Kübel. Ich sollte natürlich ganz andere Dinge tun. Demovideos schneiden. Neue D.-Band-Tracks ins Netz stellen. Zumindest die Kubaseiten fertigmachen. Naja, das ginge ja grade noch, wenn ich mich dazu überreden könnte, die Bilder von CD zu bearbeiten. Von meinem alten, klapprigen CD-Laufwerk, das sich alle 10 Minuten überlegt, ob es eine bestimmte CD als solche erkennt oder nicht. Hab ich aber keine Lust drauf. Ist ja kein Arbeiten, so.



Aber das ist alles Theorie. Weil in Wahrheit tue ich zur Zeit nicht einmal die simplen Dinge, die ich mit meinem Notgerät ohne weiteres tun könnte. Also alles, was nur mit Buchstaben zu tun hat. In Wahrheit tue ich zur Zeit nämlich gar nichts. Außer misstrauisch in meinen Körper hineinzuhorchen, ob er jetzt endlich wieder Ruhe gibt oder ob da vielleicht noch ein Wehwehchen nachkommt.



Das ist ja nun auch kein Zustand. Da will ich doch mal abhelfend in mich gehen.

Schnur Los

05. Mai 2002, 15:23 - TechLife

Ich möchte einmal wissen, wo ich eine von diesen 5 Meter langen Telefonhörerschnüren herkriege, die man in den Filmen sieht: die sich nie irgendwie verheddern, verdrehen, oder alles das tun, was meine lange Telefonschnur immer macht.



Schnurlos? Erst wenn ich ein Modell finde, das sich so gemütlich zwischen Ohr und Schulter einklemmen lässt wie mein altes Standardmodell.

Ich wollte doch nur…

21. April 2002, 22:55 - TechLife

...den Browser aufrufen, um der werten Leserschaft meine neueste Erkenntnis mitzuteilen: Es geht mir ausgezeichnet! Ich weiß nur nichts damit anzufangen… Ja, ich weiß, die Erkenntnis ist weder besonders toll noch interessiert das irgendjemanden. Aber etwas besseres hatte ich einfach nicht zu bieten.



Ist aber auch egal, denn der völlig unschuldige Doppelklick auf das kleine, harmlose Icon hat meinen PC (KÜBI, die treuesten Leser werden sich vielleicht erinnern) in den Selbstmord getrieben. Oder wie immer man so einen hübsche Bluescreen sonst nennen will. Nun ja, man kennt das. Zwar nicht so häufig unter W2K, aber man erinnert sich noch an andere Betriebssysteme…



Also flugs den Strom weg (auf was anderes reagiert er nicht mehr) und die rebootet. Erwartungsgemäß (aber man wird ja hoffen dürfen) fehlen ihm irgendwelche wichtigen Kerneldateien (alternativ: Kann die Festplatte nicht finden, alternativ: Kein Betriebssystem installiert, ja, ich hab’s 3x probiert). Also die BetriebssystemCD rausgekramt, die Treiberdisk für meine Spezialfestplatte, und auf zum netten Spiel “Neuinstallation”.



Das Spiel läuft so (auch das kenne ich bereits): Booten, übersehen, dass zum Booten von CD ein [RETURN] nötig ist, über schon bekannte Fehlermeldung fluchen. Booten, aufpassen wie der sprichwörtliche Haftlmacher, die 3 Sekunden zum Booten von CD nutzen. Fürs erste aufatmen und dabei die Frage nach dem Raid-Treiber eines Drittanbieters übersehen, ohne den SETUP meine Festplatte nicht findet. Fluchen. Booten, mit dem Finger auf der Taste warten, um mit [RETURN] von CD zu starten. Finger sofort auf [F6] verlagern und in den richtigen 3 Sekunden draufdrücken. Eine Ewigkeit warten, während Setup Dateien lädt. Irgendwann auf Aufforderung die Diskette mit dem Festplattentreiber einlegen. Weiter warten. Bis zum vermeintlich erlösenden “Setup startet Windows 2000”. Dann 20 Sekunden nichts. Dann geht KÜBI schlafen. Einfach so. Anschließend besonders kräftig fluchen und ab Schritt eins wiederholen. Dabei vergessen, die Diskette des Drittanbieters aus dem Laufwerk zu nehmen, gleich nochmals über die Fehlermeldung fluchen und sich fragen, wieso man im BIOS nie die Bootreihenfolge geändert hat, schließlich wird man vermutlich nie wieder von Diskette booten.



Obige Vorgänge 3 bis 5 mal wiederholen, dann ist KÜBI soweit und startet Setup tatsächlich. Dass die angebotenen Reparaturversuche außer Zeitverlust gar nichts bringen, weiß ich von früher. Also machen wir die Systempartition platt und fangen ganz neu an. Ach, wie schön. Alles sauber. Richtige Partition wählen, los gehts. Denkste. KÜBI geht schlafen. Einfach so.



Et Cetera, ad Infinitum.



Nun mag es weltfremd sein, von einem 5 Jahre alten Gerät zu erwarten, dass es funktioniert. Insbesondere, wenn es sich bei dem Gerät um einen Computer handelt. Um einen Computer, bei dem man da mal eine Festplatte, dort mal die Speicherchips ausgetauscht hat. Da einen CD-Brenner, dort eine nicht sehr standard-konforme Soundkarte hineingepfriemelt. Den Prozessor getauscht, verschiedene Lüfter ausprobiert. Mal schnell eine Firewire-Schnittstelle addiert. Und so weiter. Alles in allem eigentlich kein Gerät mehr, sondern eine Ansammlung von Ersatzteilen. Zwischen 5 und zwei Jahre alt.



Es wird also wohl das beste sein, ich ziehe morgen los und besorg mir was Neues. Gibt’s ja schon recht billig, um die Hälfte dessen, was ich damals für KÜBI bezahlt habe (von den Hardware-Updates ganz zu schweigen) kriege ich heute ein Gerät, das doppelt so schnell läuft. All inclusive. Kein Problem. Und an den Rande des Ruins wird mich das auch nicht treiben.



Es geht mir nur gegen den Strich. Der Punk ist nämlich, ich brauche nicht doppelt so schnell, vielen Dank. Mir reicht das was ich habe. Oder: Es würde reichen, wenn es denn nun liefe. Tut es aber nicht.



Grummel.



Oh, schreiben tu ich übrigens vom Notebook. Das ist in meiner bald 15-jährigen Computerleidenszeit das erste Gerät, das seit über einem Jahr ohne Mätzchen funktioniert. Abgesehen vom Schnaps, in der Tastatur, aber das kann man dem Hersteller wohl kaum anlasten.



;)



[Erstaunter Nachtrag]



Nachdem ich gestern bis 3 Uhr früh alles versucht habe, um KÜBI wieder hochzubringen, habe ich schließlich aufgegeben. Der letzte und vermeintlich endgültige Schlag traf mich beim Versuch, die Festplatte zu formatieren (wenn alles nichts mehr hilft…). Da zählte sich die die Prozentanzeige quälend langsam auf 3%. Um dann mit einem hörbaren letzten Seufzer aufzugeben. Schwarz. Aus. Ende. Gute Nacht.



Heute morgen, nach einem langen und intensiven Blick in das tote Auge meines Rechners, beschloss ich, ihm noch eine letzte Chance zu geben. Einschalttaste gedrückt und dabei vergessen, dass ich die InstallationsCD ja schon wieder an ihren Platz gestellt habe.



Und KÜBI fährt hoch.



Einfach so.



Mit einer angeblich zu 3% formatierten Systemplatte.



Kann mir das mal einer erklären?

SimCity 2002

18. März 2002, 20:13 - TechLife · Wien

Der laue Frühlingsmontag bringt eine Expedition in die Randgebiete der Stadt, nichts als ein lästiger Task in angenehmem Wetter. Oder? Ohne Auto ist es ein bisschen mühsam, dort hin zu kommen, aber ich habe Zeit genug, schaue ganz absichtlich nicht auf den Stadtplan, lasse die Straßenzüge sich in meinem Kopf entfalten und finde auch die richtige Bahn, die richtigen Busse, einmal nur fragen - die Orientierung funktioniert noch.



Da scheint eine Sonne aufs Wienerfeld, aufs verbaute, und da ist die Haltestelle, die ich vor viel zu vielen Jahren täglich angesteuert habe, viel zu oft viel zu früh am Morgen, mein erster “richtiger” Job, den habe ich gehasst - aber die Gegend habe ich geliebt. Dieses damals gerade entstehende Industriegebiet, mitten in Feldern und Wiesen, der Zaun lief an einem Bach entlang - nein, das tut er immer noch, sehe ich durchs Busfenster - nur die Spannung, die die Baustellen und die etwas verloren wirkenden Hallen ausgestrahlt haben - was wird denn nun daraus? - ist weg, alles verbaut und fertig, wie schade eigentlich.



Mein Weg heute führt mich weiter, viel weiter hinaus, dorthin wo damals noch nichts war, oder das, was der Städter als nichts bezeichnet: Die Wiesen. Die Felder. Und ab und zu ein Haus.





Dorthin fährt kein Bus, und ich gehe lange und länger eine Straße entlang, direkt dem Hirn eines SimCity-Spielers entsprungen: Kerzengerade, 4-spurig und mit Bäumchen versehen, damit es nicht ganz so leer wirkt. Links von der Straße Häuser und Gartenlauben (leicht verbautes Wohngebiet), rechts von der Straße Lagerhallen und Firmenadministrationen (mittelschwer verbautes Industriegebiet).



Eine ganze Weile geht das so, dann, an der nächsten Kreuzung, nur mehr Industrie, links und rechts, geradlinig, sauber, die einzige Ästhetik hier ist die der Funktion, blitzblank und unberührt wirken die Gebäude, nur die vollen Parkplätze vor den Hallen lassen den Schluss zu, dass hier irgendwo Menschen sein müssen, hinter den Spiegelfenstern, in den verwellblechten Büros oder gerade auf dem Weg dahin, dorther, unsichtbar und geschäftig.



Verlassen liegt der Großgrünmarkt, eine leere Betonwüste zwischen Lastwägenhäfen mit riesigen Flutlichtanlagen, ebenfalls verlassen.



Je weiter man in die neuen, die frisch eroberten Zonen der Verbauung kommt, desto gewagter werden die Gebäude, hier eine schräge Wand, dort runde Fenster, bunter wird es auch, aber diese baulichen Wagnisse verstärken nur den Eindruck, in einer anorganischen Mondstadt zu weilen. Schwindlig könnte einem werden vor lauter Symmmetrie, und auch die Alleebäume unterstreichen dieses Gefühl, so geradlinig sind sie gepflanzt worden, so punktgenau werden sie wohl Jahr für Jahr beschnitten.



Aber wo hat der Bürgermeister dieser Spielstadt bloss die Handelszonen gelassen, leicht oder mittelschwer oder stark verbaut, ganz egal, ein Cola schwebt mir vor, ist aber nirgends zu sehen, natürlich: In den Hallen und Büros gibt es Getränkeautomaten, Kantinen, vielleicht sogar Chefetagenbars, wozu also noch Geschäfte? Und mit dem setzen der Bushaltestellen ist er auch nicht ganz so weit gekommen, langsam bin ich den Fußmarsch leid.



Aber da taucht auch schon mein Zielgebäude auf, liegt auf halbem Wege zum Hügel, wo es fürs erste wieder vorbei ist mit der Reißbrettarchitektur, ein Feld (leicht verbautes Industriegebiet) links, und rechts nichts.



Erstaunlich nichtssagend für das Image des Besitzers liegt das Gebäude harmlos da, beim Näherkommen erst merkt man schwache Bemühungen: Kleine japanische Tümpel und Schilfzonen vor dem Eingang, bei deren Betrachtung man eher an eine Software namens “Der Gartenarchitekt” denkt als an Musse und Entspannung. Egal.



Jetzt liegt er dort in seinem Krankenbett, mein armer kleiner DAT-Recorder, ich hoffe nur man behandelt ihn gut, damit er bald wieder nach Hause kommt.

Anno 1996

03. März 2002, 20:19 - Geschreibsel · Nostalgia · TechLife · Spielerei

Schuld ist der Praschl. Mit dieser ellenlangen aber bis zum Schluss lesenswerten Abhandlung auf ein Spiel, das mich Tage und Wochen gekostet hat und wegen des 5-Uhr-früh-Effekts irgendwann von der Platte geflogen ist (“So, jetzt ist Mitternacht, jetzt spiel ich noch ein Stünderl und dann geh ich schlafen.” - - - “Warum is jetzt 5 Uhr früh?”) hat er sofort sämtliche Erinnerungen an die zugehörigen Zeiten, die guten wie die schlechten, getriggert.



Schuld ist aber auch der Blumenau, mit dem ich übrigens, das dürfte ‘96 gewesen sein, an einem hoffnungslos tristen Silvester- oder Weihnachts-Abend (aber es sind ja in Wirklichkeit alle Silvester- und Weihnachts-Abende hoffnungslos trist) 40 Minuten on Air telefoniert habe, nicht zuletzt über das oben genannte Zeitfresserspiel. Long time ago. - Heute jedenfalls, in der wöchentlichen Rubrik “Sounds&Stories”, ist er mit einer Bruce-Springsteen-Perle rausgerückt, die vergessen läßt, warum man sich jahrelang dafür geschämt hat, den Working Class Hero mal gemocht zu haben.



Warum solche Nostalgie-Anfalls-Auslöser immer gehäuft auftreten, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich jetzt keine Lust mehr, bald fällige Texte vorzubereiten, Email-Diskussionen fortzuführen oder Wäsche zu bügeln. In der Stimmung kann man nämlich nur mehr rumhängen und sonst gar nichts.



Und außerdem kommt gleich auf VOX einer der besten Science-Fiction-Trash-Knüller aller Zeiten. Ein Film übrigens, den ich im selben Jahr 1996 zum ersten Mal gesehen habe. Manchmal kommt es wirklich knüppeldick.

einfach

20. Februar 2002, 19:56 - Chronistisch · TechLife

Wie einfach manche Dinge sind, vor denen man sich immer gedrückt hat, weil man befürchtet hat, sie wären sehr kompliziert. Videoschnitt auf dem Schleppsi, zum Beispiel.

Es ist soweit

24. Januar 2001, 21:00 - TechLife · Unterwegs

Die Frau, die keinen Laptop wollte, hat einen. Und er ist (fast) voll eingerichtet, funktionstüchtig und ready to go. Theoretisch könnte ich damit meine Geschäfte aus der Hängematte unter Palmen erproben. Der große Praxistest folgt im Februar in Tunesien.



Ein bisschen wehmütig wird mir da schon zumute. Wenn ich an meine mehrmonatigen Absenzen denke, auf denen mich keiner stören konnte, weil es noch keine Handys gab… und ein Telefonkontakt zurück ins heimische beinahe unerschwinglich war, falls man überhaupt ein Postamt oder funktionierende Telefonleitungen finden konnte… Und die Reisende völlig losgelöst von allem einfach dahindriftete…



Mit einem Handy in der Tasche, das man nur aufdrehen braucht, um sofort wieder mitten in der Welt zu sein, wird das Reisen nie wieder dasselbe sein… auch wenn es natürlich seine Vorteile hat.

Strg-Z

19. Januar 2001, 20:00 - TechLife

Warum hat das Leben eigentlich keinen “Undo” Button? So wie beim Webseiten-Basteln: Ja, so schaut es eigentlich ganz gut aus. das wird gespeichert, und dann probier ich noch das und das aus - und wenns nichts war, kann ich ja immer noch auf die gespeicherte Version zurückgehen… Spielts aber nicht. Schade, irgendwie.