Andrea Sturm

InterNett

Lieber anonymer Motz-Mailer…

04. August 2008, 19:14 - InterNett

...der du mir eine Mail von einer 10 Minuten gültigen Mailadresse geschrieben hast, ich kann dich gut verstehen: Porno-Popups würden mich auch sehr nerven. Ich kann dir aber versichern, dass die Wortwerkstatt keine Porno-Popups öffnet. Weder absichtlich noch hack-bedingt. Wirklich nicht. Geprüft, getestet und ausgeschlossen.

Ich an deiner Stelle würde, wenn die WWS oder eine andere unverdächtige Seite plötzlich solche Popups öffnet, schleunigst einen Spy- und Malware-Scan auf dem betroffenen Computer durchführen. Das klingt nämlich ganz danach, dass dein Browser mit irgendetwas infiziert ist.

Deshalb kann ich natürlich auch keinerlei Verantwortung für die psychischen Schäden übernehmen, die dir durch den Anblick nackter Genitalien entstanden sind. Der in der Mail erwähnten diesbezüglichen Schmerzensgeldforderung sehe ich also gelassen entgegen (auch wenn mich durchaus interessieren würde, welche Schäden der bloße Anblick… na, lassen wir das).

Als Tipp am Rande möchte ich noch erwähnen, dass diese Kurzzeit-Emails für manche Dinge durchaus praktisch sind, aber nicht dann, wenn man auf eine Mail eine Antwort von einem menschlichen Wesen haben möchte. Die sitzen nämlich in den seltensten Fällen 24 Stunden täglich vor dem Bildschirm. Auch wenn manche den Eindruck erwecken wollen.

Zu schade allerdings, dass du all das nie erfahren wirst, weil du ja glaubwürdig versichert hast, diese Seite in deinem ganzen Leben nie mehr besuchen zu wollen. Tja. Das ist dann wohl alles irgendwie ganz viel Pech.

Man kann’s auch übertreiben…

11. Juli 2008, 14:49 - InterNett

Wie viele Social Bookmarking Services gibt’s mittlerweile eigentlich?

...und wer kann die hier verwendeten alle benennen, ohne nachzuschauen? (Magnolia fehlt, oder?)

(Screenshot von hier)

7 x mitgeredet

Voll sozial Netzwerk-sozialisiert (Halbverwirrte Bestandsaufnahme)

08. Juli 2008, 00:04 - InterNett

Angefangen hat es mit Twitter. Ein kleiner Stups von dort, und ich versuchte es zum zweiten Mal mit dem beim “first contact” von mir geschmähten 140-Zeichen-Publishing-System. Ein kleiner Rückschlag, dass mir zum damals angelegten Account partout das Passwort nicht mehr einfallen wollte (und die Email auch nicht), aber Sturmwarnung klingt ja auch ganz nett (und motiviert mich vielleicht, endlich etwas Richtiges mit der Domain anzufangen).

Auf Twitter hörte ich dann mehrfach von friendfeed, ein Web-Phänomen, das auch vorher schon an mir vorbeigerauscht war, aber irgendwie nicht so recht bei mir ankam. Die Ergebnisse der dann doch stattgefunden habenden Begegnung sind bekannt.

Auf friendfeed dann fiel mir auf, dass ich wirklich weit und breit die einzige ohne facebook-account bin. Facebook, davon hatte ich natürlich schon mehr als nur gehört, aber hängengeblieben war vor allem der Futurezone-Artikel, der (so ungefähr, ich finde ihn jetzt nicht wieder) eine Studie zitierte, in der stand, dass Myspace-Kids die verkrachten Hauptschüler sind, die so lange Bier saufen, bis sie Lust haben, sich die Leerflaschen um die Ohren zu schlagen, wohingegen auf Facebook die ehemaligen College-Kids abhängen, die Jazz schon immer viel cooler fanden als Garage-Rock.

Nun steh ich weder auf Glasscherben noch auf Jazz und habe folglich um beides einen großen Bogen gemacht. Bis ich, durch die vielen friendfeed-facebooker neugierig gemacht, meine Nase auch dort hineinsteckte und feststellte, dass in Wirklichkeit so ziemlich alle da sind, bis auf die versprochenen SchulkameradInnen (wobei die Sache mit den Nachnamen bei einer reinen Mädchenschule natürlich schwierig ist. Sind ja nicht alle so standhaft wie ich. Genau betrachtet vermutlich die wenigsten).

[Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich meine Nase natürlich auch irgendwann bei Myspace reingesteckt habe, auf die bin ich aber beleidigt. Als ich nämlich den dortigen Support dazu befragte, wie ich denn als Künstlerin meine Soundfiles dort hochladen könnte, erhielt ich die lapidare Schablonen-Antwort, dass aus Copyright-Gründen nur Musikern und Bands das Hochladen von Songs erlaubt sei, mir also nicht. Äh, Hallo? Vielleicht hättet ihr ja Mal nachfragen oder nachschauen können, ob ich selber Musik mache? - Egal, so richtig geheuer war mir die Site ohnehin nicht. Außerdem finde ich es etwas irritierend, dass mir, wenn ich mich alle heiligen Zeiten Mal dort einlogge, die Zeile “Chronistin is in your extended Network” entgegenleuchtet. Schizophren kann ich auch mit mir selber sein.]

Eher zufällig ergab es sich, ebenfalls in den letzten Wochen, dass ich meine plakativ kundgetane Abwendung von flickr revidierte. Im Grunde war ich ja mit Picasa recht zufrieden nicht-ganz-glücklich. Aber dass man seine Bild-Datenbank nirgends anders als auf der System-Partition ablegen kann, hat mich dann photokatalog-mäßig doch wieder in die Arme von ACDsee getrieben, wobei mir die Sommeraktion durchaus entgegenkam. Dass IPTC-Support mittlerweile zum Standard gehört, erleichtert das Wechseln, dass man IPTC-Daten bei ACDSee nur einzeln pro Photo ändern kann, ist etwas lästig, aber besser, als bei jeder Neuinstallation einen Extra-Schritt einzuplanen. Das einzige, was mir im Vergleich zu Picasa sonst noch abgeht, ist das supercoole geotaggen mit Google Earth, aber man muss halt Prioritäten setzen. Jedenfalls kann dieses neue ACDSee flickr-Upload per Mausklick (bei Bedarf noch Größe und Set auswählen, Title und Tags werden von IPTC übernommen, Datum von EXIF - viel einfacher geht’s wirklich nimmer), und mit dieser Möglichkeit bin ich als reumütiges Schaf zu Flickr zurückgekehrt. Ahem. Blööök.

Was nicht unbedingt heißt, dass ich mein Picasa abdrehe. Man kann ja nie genug online-Speicherplatz haben, jedenfalls nicht, wenn man die Vision eines kompletten Online-Lebensarchivs hat.

Und wenn man diese Vision hat (zu diesbezüglichen Datenschutz-Bedenken komme ich noch, falls ich nicht vorher schlafen geh), dann hätte man natürlich auch gerne eine zentrale Stelle, die alle diese und noch ein paar mehr Dinge auf einer schön differenzierten Zeitlinie darstellt. Naja. Ich weiß jetzt nicht, ob “man” das gerne hätte, aber ich hätte es gern. OK?

Mitten in diese Überlegung passte ein von mir neu entdecktes EE-Plugin: Feedgrab. Woah. Damit könnte man, RSS-Feed vorausgesetzt, überhaupt alles in die eigene EE-Datenbank saugen. Geil!

Geil?

Nja, ja. Saugen könnte man, funktioniert auch gut, aber wo dann hin mit all dem gesaugten? Tweets gleichberechtigt mit Weblogeinträgen? Fotos als Thumbnails oder doch groß reinklotzen? Delicious-Links einfach so dazwischengestreut? - Äh. Würde sich ja, so vom Ansatz her, gut machen in meinem zeitlich wohlorganisierten Archiv, aber wer außer mir würde dann noch durchblicken? (Andererseits, wäre das denn wichtig, wenn ich auf diese Art das mir perfekte allumfassende Archiv erschaffen könnte?)

Ich überlegte erst hin, dann wieder her, importierte hier halbherzig dieses und jenes, ohne je alles davon anzuzeigen, probierte nebenbei jede alternative Lifestream-Site, die mir zwischen die Finger kam (und die schießen ja jetzt wie Eierschwammerln aus gut beregnetem Augustboden):

Swurl zB sieht ganz gut aus, vor allem in der Timeline, frisst aber nur bewilligte Services (und keine generischen RSS-Feeds);

Lifestream.fm zeigt eine schöne Tages-Übersicht und hat die Möglichkeit, die Feeds auch mit Freundes-Feeds gemeinsam anzuzeigen, schön, unterscheidet aber nicht zwischen hochgeladenen und favorisierten Fotos (juristisch möglicherweise fatal); außerdem, ein Blog hab ich eigentlich schon (genaugenommen mehr als eins, oder vielleicht sogar zu viele);

Ein Popego wollte ich eigentlich immer schon haben, und der Magazincharacter hat etwas Sympathisches, daher verzeihe ich (zumindest in der Alpha-Phase) das augenschmerzerzeugende Pink, vermisse aber die Möglichkeit, Interessen zu gewichten (ich muss da jetzt nicht 9 Plattencovers rechts oben picken haben, die Überschriften meiner Blogposts wären mir lieber) - und, wie überall außer bei friendfeed, die Option, nur meine Beiträge aus Multi-Autoren-Blogs einzuzeigen.

Der ganze Social-Networking-Lifestream-Dance (nur linklos am Rande erwähnt bzw. mitgedacht seien zusätzlich plurk, tumblr, identi.ca, pownce und noch ein paar, die mir grade nicht mehr einfallen) war zwar spannend und lustig, aber auch reichlich ermüdend. Was bleibt ist friendfeed (in der Tat mein neues Lieblingsspielzeug), Facebook (Jaja) und, halt auch, Twitter (solange, bis auch die letzten gefolloweden einsehen, dass das alles auf friendfeed viel cooler geht - also wahrscheinlich ziemlich lang).

Und das mit “vollständiges Archiv auf eigenem Webspace” lege ich ab unter “alte Netzhasen erzählen von früher”, gleich neben “Wir haben unsere Webseiten ‘95 ja noch mit dem Meißel geschnitzt” und “Domain? Wozu brauch ich eine Domain? www.einserver.com/usernetwork/~user08154711 ist doch eine verdammt coole Adresse!”.

Fazit: Hier in der Einschicht gibt’s dann wieder Blogging as usual. Wer wissen will, was sich in meinem Netzleben sonst noch so tut, muss halt die rechte Spalte auch mitnehmen (die jetzt, mit dem Lifestream-Feed, deutlich besser ausschaut als je zuvor) - oder gleich den Friendfeed abonnieren.

Und die erwähnten Datenschutz-Bedenken erhalten demnächst einen eigenen Eintrag. Vielleicht.

Friendfeed!

28. Juni 2008, 00:11 - InterNett

Ich formuliere ja diesbezüglich schon seit Tagen an einem tiefsinnigeren Text herum, der möglicherweise auch irgendwann fertig werden wird, wenn eigene und fremde Projekte sowie Bachmannpreis und Fussball-EM abgehandelt sind, aber bis dahin würde ich einfach gerne Mal sagen: Friendfeed ist nicht das nächste große Ding, Friendfeed ist das große Ding.

Ehrlich, ich war nicht mehr so beeindruckt von irgendwas, seit ich verstanden hab, was RSS-Feeds tun. Und das ist ja nun doch schon einige Jahre her.

Warum?

Zum einen kann ich völlig effortless alle meine Webgenialitäten und -fürze chronologisch zusammenführen (sogar Artikel aus kollektiv-Blogs, solange der RSS-Feed den Autor mitliefert). Zum anderen kann ich dem Output der anderen ebenso effortless folgen - kein verlorener, vergessener, gemovter rss feed mehr, kein Wundern und Rumklicken in obskuren sidebar-Gadgets - was meinem Friendfeed-Friend mitteilenswert ist, wird er dort auch einbauen. Zum dritten kann ich dank “Rooms” und “imaginary friends” meinen RSS-Reader komplett streichen, sobald ich Mal die Zeit finde, das alles ordentlich einzurichten. Und das mit der Ein-Klick-Möglichkeit, entweder alles auf einer Seite zu sehen, oder nach Themen, nach Personen, oder nach Services geordnet.

Klingt irgendwie unspektakulär, ist aber genau das, was mir seit der Erfindung von RSS-Feeds gefehlt hat, ohne dass ich es so hätte sagen können. Der frei konfigurierbare persönliche Lifestream. Wenn ich mich noch ein paar Tage an den Gedanken gewöhnen kann, kann ich wahrscheinlich sogar aufhören, manisch nach einer Lösung zu suchen, die es mir ermöglicht, alle meine Webservices hier in der Einschicht zusammenzuführen. Die Seite, die ich schaffen will, gibt es ja schon: Chronistins Friendfeed. Ergo kann ich fortan in aller Ruhe die Artikel schreiben, die eben einen Artikel wert sind, und alles andere tröpfelt, vielleicht bald auch hier im Sidebar, effortless (die dritte Fremdwortwiederholung ist jetzt Absicht) nebenbei rein.

Außerdem ergibt das für mich (derweil noch visionär, weil nicht komplett umgesetzt) eine saubere Dreier-Trennung von Datenarten:

“Öffentliche Information”, alles, was ich mit der Welt teile (ob sie nun will oder nicht) (Input & Output)  - Friendfeed.
“Persönliche Information, daten-unkritisch”, Zeugs, das nicht geheim bleiben muss, aber auch nicht von allgemeinem Interesse ist - Google Account
“Persönliche Information, datenkritisch”, Zeugs, das nun wirklich niemanden etwas angeht - am Desktop & USB-Stick, bzw. über sauberes eigenes Server-Postfach.

Also? Los jetzt! Je mehr von euch ich jetzt überzeugen kann, umso weniger imaginary Friends muss ich mir basteln.

Oh, kleines PS noch: Kommentarmöglichkeit mit Antworten direkt unter dem Eintrag, der dadurch wieder nach oben rutscht. Wenn’s nach mir ginge, wäre Twitter damit vergessen.

6 x mitgeredet

Ösi-Lacher

24. Juni 2008, 00:09 - InterNett · Sprache(n)

Das erste, was mir zu dopplr.com einfiel, war: “Ah, jetzt auch social saufing?”

2 x mitgeredet

Ey, was habt ihr mit meinem Netz gemacht?

02. Juni 2008, 23:04 - InterNett

Da kommt man nach 10 Tagen nach Hause, und plötzlich ist hier und da alles ein bisschen anders. Google hat ein neues Favicon (das alte war zwar weniger elegant, aber inmitten zig offener Tags markanter und daher schneller zu finden). Die Airliners.net Startseite ist noch hässlicher geworden als sie ohnehin schon war. iStock hat hier und da Kleinigkeiten am User Interface geändert, nichts Gravierendes, aber in Summe irritierend.

Oder war das hier alles immer schon so, und ich hab mich in der Dimension geirrt?

Schneebälle und Lawinen

10. Mai 2008, 01:14 - InterNett

So ein kleines Mailchen von einer Netzfreundin löste hier eine gröbere Lawine aus. Nicht nur, dass ich jetzt einen twitter-account habe, den ich möglicherweise länger benützen werde als meinen ersten (3 Tage) - nein: sobald ich den hatte, musste ich mangels überzeugender ff-extensions auch flock installieren und konfigurieren (ein Vorgang, der mir erst bewusst machte, dass ich über 20 Blogs habe…na gut, auf den meisten tut sich nicht viel). Oh, mir fällt grad auf, ich hab noch eins vergessen… moment…

OK. Man könnte flock ja auch mal installieren und sich nur um das kümmern, was man gerade tun will, aber so, wie ich nunmal bin, musste ich natürlich alle von flock unterstützten Dienste, die ich nutze oder irgendwann Mal genutzt habe (oder auch nur ausprobiert), sofort integrieren. Die ganzen Passwörter… ich bin stolz auf mich.

Außerdem musste ich natürlich ausführlich drüber nachdenken, wie ich den twitter-feed hier in der einschicht mindestens ebenso cool darstellen könnte wie Konstantin mit seiner Sprechblase, ohne dabei zu plagiatorisch zu wirken. Bin zu der Erkenntnis gekommen, dass das schwer wird, und werde den twitter-feed daher erstmal in die “meanwhile-elswhere”-Leiste rechts integrieren.

Das, was ich heute eigentlich noch erledigen wollte, habe ich dabei ebenso leicht in der unwürdigen Wirklichwelt kliegen lassen wie die Tatsache, dass Freitag Monk-Tag ist - und sogar die noch ungesehene LOST-Folge brennt kaum unter den Fingernägeln.

Ein Bernhardiner mit einem Rumfässchen hingegen wäre nach dieser Neuerungs-Lawine nicht schlecht.

Blogged with the Flock Browser

So schnell kann’s gehen…

04. April 2008, 23:33 - InterNett · TechLife · Spielerei

...gestern noch herzlich gelacht über den Fuzo-Artikel zur Dümmlichkeit “älterer” Internetbenutzer, heute mich wie der erste Mensch angestellt in meinem zweiten SL-Besuch (dem ersten seit der Betaversion) - zu spät für die eigentliche “Party” - hmhm, next time try 2 fingers… oder so. Sehr nett war’s trotzdem! Auf demnächst.

Ey, Sevenload!

02. April 2008, 15:12 - InterNett

Mag ja sein, dass die neue Version genial, weltbewegend und auch sonst umwerfend wird - aber müsst ihr mir deshalb meinen RSS-Feed voll vermüllen?

Oh, Opera

01. April 2008, 23:13 - InterNett

Schon Mal jemand mit einer Opera-Mailadresse getroffen? Nicht? Ich auch nicht. Und ich hab da so eine Idee, warum…